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| Türkischer Marsch (Schutzengelfest) |
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Erste Hinweise auf organisiertes Musikzieren finden sich in der Chronik von Pfarrer Riester:
Die Schutzengelbruderschaft wurde im Jahr 1746 gegründet. Einer Erzählung zufolge veranlaßte ein »Pater Capuziner«, der im Haus des Adam Meßmers geboren wurde, die Gründung der Bruderschaft. Lorenz Weber aus Stahringen stiftete um das Jahr 1750 fünfzig Gulden und der herrschaftliche Vogt Michel Senger im Jahr 1761 weitere zweihundert Gulden für die Bruderschaft. Diese hatte sich schnell und gut eingeführt. Unter den ersten Mitgliedern waren Johann Christoph Freiherr von Bodman, die freireiche hochwohlgeborene Maria Violanta von Bodman, Pfarrer Schatz aus Espasingen, welcher der Bruderschaft vorstand, die benachbarten Pfarrer und Lehrer, der Hofcaplan zu Nellenburg, Beamte, Verwalter, herrschaftliche Vögte und deren Frauen, »Clostergeistliche« aus Nah und Fern und viele andere aus allen Teilen des Hegaus und aus Ortschaften am Bodensee, unter anderem aus Überlingen, Constanz, der Schweiz, dem Allgäu, dem Schwarzwald (besonders aus Urach im Breisgau und Betzenhausen bei Freiburg) und sogar aus dem Durlachischen bis nach Karlsruhe. Es traten auch mehrere »Capuziner« dem Betverein bei, so z.B. aus Haslach, Offenburg, Stockach, Zell, und vielen anderen Orten. Das jährliche Titular- bzw. Hauptfest der Espasinger Schutzengelbruderschaft war am 2. Sonntag nach den Heiligen Peter und Paul. Dazu wurde früher ein Markt und eine Militärparade mit türkischem Marsch abgehalten. Man hatte dafür aber kein »Privilegum« (besonderes Vorrecht). Auf eine pfarrliche Anfrage beim Großherzoglichen Badischen Amt aus dem Jahre 1834 erfolgte ein Verbot. Die Espasinger Bürger, besonders die jungen, schimpften darüber, da ihnen dieses Verbot mißfiel. Vor dem Fest des Jahres 1835 versammelten sie sich an mehreren Abenden. Am Tag des Festes (12. Juli 1835) trafen sie sich in der Nähe des Pfarrhauses und wirbelten den Zapfenstreich.
Dies belegt, dass in Espasingen bereits vor 1835, vermutlich seit Mitte des 18. Jahrhunderts, Blas- und Marschmusik abgehalten wurde. Ob diese Musik von Espasingern gemacht wurde oder Espasinger daran beteiligt waren, bleibt jedoch ungewiss. Es ist aber davon auszugehen, denn das Aufführen des Zapfenstreichs durch die Espasinger Bürgerschaft am 12. Juli 1835 erforderte sicherlich ein gewisses Maß an musikalischer Ausbildung und Fertigkeit.
Des weiteren können wir den Rückschluss ziehen, daß das Schutzengelfest, gemessen an der damaligen Ortsgröße, eine sehr große Veranstaltung war. Die Bruderschaft hatte um das Jahr 1835 knapp 2.000 Mitglieder. Viele auch aus entfernten Gegenden wie z.B. der Schweiz, dem Schwarzwald oder dem Durlachischen. Nicht viele Orte hatten damals Feste mit Markt und Türkischem Marsch vorzuweisen. Dies läßt erahnen, dass das alljährliche Espasinger Schutzengelfest eine überregianale und sehr bedeutsame Veranstaltung gewesen sein muß. Auf Veranlassung durch den aus Öhningen stammenden Pfarrer Georg Marx Brendle wurde nach dem Schutzengelfest 1834 der weltliche Teil des Festes verboten. Wäre dieses Verbot nicht ergangen, hätte die Veranstaltung heutzutage unter Umständes die Dimension der Bohlinger Sichelhenke oder des Hilzinger Kirchweihfestes.
Es ist noch anzumerken, dass nach den Ereignissen von 1834/35 der Unmut der Bevölkerung über Pfarrer Brendle sehr groß gewesen sein muß. Denn bereits ab Dezember 1835 war ein gewisser Pfarrer Johann Baptist Uhlmann aus "Constanz" aushilfweise in Espasingen tätig. Er übernahm die Espasinger Pfarrstelle im Februar 1836, bis ihm im August 1845 die Pfarrei Kluftern zugewiesen wurde. Pfarrer Uhlmann war genau das Gegenteil von Pfarrer Brendle. Er war für die damamlige Zeit ein sehr aufgeschlossener, liberaler und daher auch sehr bleibter Zeitgenosse. Während der Revolution von 1848/49 trat er als Kluftener Pfarrer für die Belange der Revolutionäre ein. Dadurch ist sein Name bis heute in den Geschichtsbüchern der Badischen Revolution verewigt.
Im Zeichen wirtschaftlicher Not und hoher Kindersterblichkeit kämpfte der Kluftener Pfarrer Johann Baptist Uhlmann für bessere Bildung, Pressefreiheit, progressive Steuerlasten und soziale Hilfe für Bedürftige. Am 17. und 18. März 1948 hielten er und der liberale Konstanzer Kaufmann Zogelmann, beide feurige Anhänger des Revolutionsgedankens, in einer Volksversammlung in Markdorf öffentliche Reden, um die Ideen der Revolution zu verbreiten. Dies löste große Unruhen in der Bevölkerung aus. Als Friedrich Hecker im April in Konstanz zum bewaffneten Heereszug gegen die Fürsten und für eine Republik aufrief, teilte der Bürgermeister Reuther Munition und Waffen an die Klufterner Teilnehmer des Heckerzugs aus. Pfarrer Uhlmann ging das zu weit. In Winterspüren, kurz bevor sie den Sammelpunkt in Stockach erreicht hatten, konnte er die Kolonne der Markdorfer, Hagnauer und Kluftener zur Rückkehr bewegen. Dennoch wurde Uhlmann wegen seiner Kritik an der Obrigkeit zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach zwei Jahren kam er unter der Auflage, nach Amerika auszuwandern, frei. 1852 wanderte er mit seiner Schwester und deren acht Kindern in die USA aus. Vier Jahre später kamen sie alle verarmt und enttäuscht wieder zurück. Obwohl Uhlmann in Kluftern einen großen Anhang hatte, nicht zuletzt wegen seinem Kampf gegen die Behördenwillkür, waren sein späterer Nachfolger und Kollege, Pfarrer Diesenhofer, und auch der Markdorfer Bürgermeister Kolb stets gegen ihn. Armselig und verbittert starb Uhlmann 1882, nachdem er in vielen kleinen Pfarreien herumgeschoben worden war.
Pfarrer Johann Baptist Uhlmann (*1804) war einer der geistigen Väter freiheitlichen Denkens im Bodenseegebiet. Unter ihm wäre der Markt und der Türkische Marsch des Espasinger Schutzengelfestes nie und nimmer verboten worden.
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| Schulbuben spielen zum Tanz auf |
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Die Riestersche Chronik liefert uns auch den ältesten Beleg für musizierende Espasinger:
Im Jahr 1841 »dadelte« Visitator Ochsenreiter das alte Schulgebäude: »Der Boden eignet sich zum Fußbrechen, die kleinen verstickten Fenster lassen kein Licht herein und die Wände sind voll Schmutz, zum Eckel«. Ebenfalls im Jahr 1841 wurden einige Schulkinder (Buben) musikalisch und spielten zum Tanz auf.
Ob es sich dabei um die ersten Spuren der Seeperle oder der Seetal Musikanten handelt, bleibt jedoch unklar.
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| Die Mandolinen- und Streichkapelle |
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Des weiteren wissen wir aus mündlicher Überlieferung und anhand von Bilddokumenten von einer Mandolinen- und Streichkapelle. Diese wurde nach den 1. Weltkrieg um 1917 gegründet und ist die erste nachweisbare Espasinger Musikgruppe. Die Kapelle war nicht als Verein organisiert. Leiter war der aus dem Elsaß stammende Schneidermeister Kühn, der damals im heutigen Haus Bergstraße Nr. 26 und später im ersten Haus auf der linken Seite in Klein-Bodman wohnte.
Darunter waren bereits einige Musiker die den Musikverein Espasingen mitgründeten und später auch eine entscheidende Rolle im Musikverein übernahmen, so z.B. Josef Maurer, sen. und die beiden späteren Dirigenten Karl Huber und Ferdinand Feindler.
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Schriftliche Zeugnisse gibt es seit der Gründungsversammlung des Musikvereins. Am 5. Juni 1926 schlossen sich in der Brauereiwirtschaft 12 Mann zusammen und gründeten trotz widriger Umstände eine »Blechmusikgesellschaft«.
 Gründungsprotokoll Blasmusik kostet Geld. Trotz Hochwasser und Überschwemmung, von der unsere Gemarkung heimgesucht wurde, ließen sich die Mitglieder nicht den Mut nehmen.
Im Verlauf der Sitzung wurde eine Satzung fixiert. Vorstand war Josef Handloser, Kassier Josef Feindler und Schriftführer Josef Bernhart. Der Vorsitzende schloss die denkwürdige Versammlung mit den Worten:
Ist die Frau bei schlechter Laune, greift der Mann zu der Posaune.
Dieser Satz ist heute insofern überholt, als bei uns in der Zwischenzeit viele aktive Musikerinnen mitspielen. Aber das musikalische und kameradschaftliche Vereinsleben als Ausgleich zum alltäglichen Stress ist für die aktiven Musiker heute bestimmt so wichtig wie damals.
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Schon im Juli 1926 konnte Kapellmeister Seebacher aus Stockach als erster Dirigent verpflichtet werden. Die Gemeinde übernahm die Kosten für die benötigten Instrumente, die dann bereits im Oktober 1926 geliefert wurden. In der Wohnung von Bürgermeister Huber wurden die Instrumente ausgepackt, von Kapellmeister Seebacher begutachtet und an die Musikanten verteilt. Noch im Wohnzimmer des Bürgermeisters fand dann die erste Probe des Musikvereins Espasingen statt. Weitere und anscheinend sehr fruchtbare Proben fanden im Schulhaus statt. Nicht einmal 3 Monaten später stand der erste Auftritt auf dem Programm.
Anfangs ging das Blasen noch schwer, jedoch durch fleißiges Üben sah man bald Fortschritte. Durch die Tüchtigkeit des Herrn Dirigenten und den Fleiß der Mitglieder war es möglich daß wir am heiligen Weihnachtsmorgen im Engelamt einige Lieder vortragen konnten. Darüber freute sich die ganze Gemeinde.
 Musikverein Espasingen 1927 Am 14. April 1927 wurde der Musikverein Espasingen bei der Verbandssitzung im Rabensaal in Überlingen in den Badischen Seegau-Musikverband aufgenommen. Bald darauf, im Mai 1927, fand auch schon der erste Ausflug statt. Um 5.30 Uhr wanderte man über Bodman in die Marienschlucht und hoch zur Ruine Kargegg. Weiter ging es über Langenrain, Liggeringen und Güttingen nach Stahringen. Nach ca. 23 km Fußmarsch mit Instrumenten fuhren die Ausflügler mit der Bahn zurück nach Espasingen. Dies war für die damalige Zeit ein ganz besonderer Luxus und ein unvergeßliches Erlebnis.
 Musikverein Espasingen 1928 1928 zogen die Musiker in ein anderes Probelokal, und zwar in das Haus Sturm, wo damals auch die Poststelle war (heute Bündtstraße 5). Die Räumlichkeiten haben wohl einiges zu wünschen übrig gelassen, denn dem Kassenbuch kann man entnehmen, daß im November 1928 für 22,80 Mark ein Ofen mit Rohr angeschafft wurde. Der Verein war mittlerweile auf 20 Musikanten angewachsen. Seit 1927 hielt man jährlich zu Ostern oder Weihnachten eine Konzert- bzw. Theaterveranstaltung ab, wobei die Theateraufführungen überwogen, welche, im Vergleich zu heute, eine sehr langwierige Angelegenheit waren. Meist kam ein sehr langes Drama zur Aufführung, gefolgt von einem kurzen Lustspiel. So führte man z.B. 1927 die Stücke „Der rote Wolf oder die Wilderer von Felseneck“ (5 Akte) und „Autonummer 1880“ (2 Akte) auf. Sogar während der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1930 fand eine Theateraufführung statt.
Infolge allgemeiner Geldknappheit wurde von einer zweiten Aufführung Abstand genommen.
Trotz dieser allgemeinen Geldknappheit erwarb man 1931 für 437 Mark die erste Uniform. Dieser Betrag wurde von den Musikern selbst finanziert.
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Im Sommer 1933, dem Jahr der Machtübernahme durch die NSDAP, kam es zwischen dem Musikverein Espasingen und dem neu gewählten Gemeinderat zu einem offenen Konflikt, der vom Stockacher Tagblatt (Nellenburger Bote) ausführlich dokumentiert wurde. Diese Artikel sind in unserem Pressearchiv unter dem Jahr 1933 nachzulesen.
Obwohl die Vereinschronik in den folgenden Jahren nur sehr zaghaft fortgeschrieben wurde, finden sich ein paar interessante Notizen. In den Jahren 1937 und 1938 sind insgesamt 9 Empfänge für die hiesigen KdF-Gäste dokumentiert. Der Musikverein begrüßte die Feriengäste musikalisch und begleitete sie mit Musik zu ihren Unterkünften. Einmal jedoch sollen die Musiker sehr voreilig gewesen sein, denn kaum hatte Dirigent Huber angezählt, rauschte zu den Klängen eines Marsches ein langer Güterzug durch den Bahnhof. Die Fastnacht 1939 fiel der Maul- und Klauenseuche zum Opfer und am 1. Mai 1939 wurde der Nationalfeiertag gefeiert, wozu der Chronist folgendes vermerkt.
Abends war gemütliches Beisammensein im Bräuhaus, wobei in vorgerückter Stunde die etwas bezechte Hinterdorf-Kapelle zur allgemeinen Heiterkeit beitrug.
Der Musikverein wurde am 29. Juli 1939 der Gemeinde unterstellt. Der 1. Vorstand und Dirigent wurde vom Bürgermeister als organisatorischer bzw. musikalischer Leiter ernannt und konnten von diesem auch jederzeit wieder abgesetzt werden. Mit Ausbruch des II. Weltkrieges kam das Vereinsleben zum Stillstand. Während die Weltgeschichte in den folgenden Jahren viele dunkle Kapitel schrieb, sollte in das Schriftführerbuch des Musikvereins bis 1947 keine einzige Zeile mehr geschrieben werden. Die letzte Eintragung stammt vom 6. August 1939.
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Am 24. Mai 1947 wurde der Musikverein Espasingen im Gasthaus »Zur Sonne« wiedergegründet. Josef Handloser sen. wurde als 1. Vorstand wiedergewählt. Der Neuanfang war jedoch alles andere als ein Zuckerschlecken, denn ...
...der Kassier Josef Feindler meldete 1 Mark 47 als noch vorhandenen Kassenbestand.
Trotz aller Schwierigkeiten blickte man, dank einer guten Kameradschaft, optimistisch in die Zukunft.
Zu vorgerückter Zeit schloß der 1. Vorstand die vom Molkebier und gutem Most durchgedrunkene Gründungsversammlung.
Die musikalische Leitung wurde von Karl Schulz übernommen. Ihm standen 16 aktive Musiker zur Verfügung.
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Allmählich begann sich das Vereinsleben zu normalisieren. Das neue Probelokal war im Haus Bernhart, heute Zielstraße Nr. 28. Ab 1949 wurde wieder jährlich zu Weihnachten ein Theater oder Konzert, bzw. beides aufgeführt. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, wie damals die Veranstaltungstermine bekannt gegeben wurden. Im Kassenbuch ist regelmäßig vor Veranstaltungen der Ausgabenposten 1,- DM für »Ausschellen« an den Ortsdiener August Messmer verbucht. Im Jahr 1951 erwähnt die Vereinschronik erstmals einen Brauch, den die Musiker bis heute beibehalten haben:
In der Frühe des 1. Mai ertönten aus luftiger Höhe die Klänge unserer Musikkapelle auf unser noch im tiefen Schlaf liegendes Dörfchen herab und weckte viele Schläfer aus der Ruh.
 MVE mit Dirigent Feindler Musikfest 16.07.1950 in Pfullendorf Während der ersten Jahre nach der Wiedergründung hatte der Verein einen hohen Verschleis an Dirigenten. Ostern 1949 übernahm Otto Jäger den Dirigentenstab von Karl Schulz. Er bekleidete diese Amt jedoch nicht sehr lange, denn bereits im März 1950 macht man sich Gedanken über die Dirigentenfrage, da die Musikkapelle schon längere Zeit ohne Dirigent war. Im Rahmen des Weihnachtstheaters am 27. Dezember 1950 wurde Ferdinand Feindler der Öffentlichkeit als neuer Dirigent präsentiert.
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 Die drei Seeperlen Bumler, Hartwig und Ade (v.l.) In den Fünziger Jahren formierte sich die Tanzband »Seeperle«. Diese war zwar nicht Bestandteil des Musikvereins, aber es wirkten drei aktive Musiker dort mit. Karl Bumler an der Klarinette, Josef Maurer an der Trompete und Arnold Hartwig mit der Posaune. Josef Handloser jun. saß am Schlagzeug und das Akkordeon spielte Bertold Ade. Bei der Gründung gelobten sich diese fünf Musikanten, dass sie solange zusammen spielen würden, bis sie alle verheiratet sind. Die »Seeperle« erfreute sich großer Beliebtheit und hatte viele Auftritte in Espasingen und Umgebung. Bei ihrer Auflösug im Jahr 1965 hatten alle, bis auf Bertold Ade, ihr Versprechen gehalten.
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Am 14. Mai 1961 veranstaltete der Musikverein zum ersten Mal in seiner Geschichte ein Bezirksmusikfest. Unter Beisein des Verbandspräsidenten Graz aus Überlingen gaben die acht Kapellen des Bezirks I des Seegau-Linzgau-Verbandes einen Leckerbissen ihres Könnens. Diese Veranstaltung muß finanziell sehr erfolgreich gewesen sein, denn zum Kirchweihfest im Juli 1961 konnte die Kapelle mit neuen Uniformen eigekleidet werden.
 Karl Bumler Nach 25-jähriger Amtszeit legte 1962 der Gründungsvorstand Josef Handloser sen. sein Amt nieder. Unter Beifall der Versammlung wurde er zum Ehrenvorstand gewählt. Als neuer Vorstand wurde Karl Bumler gewählt.
 Musikverein im Jubiläumsjahr 1966 Am 18. und 19. Juni 1966 feierte der Verein sein 40-jähriges Bestehen. Das Fest schien jedoch unter keinem guten Stern zu stehen. Die ganze Woche vor dem großen Fest genoß man herrliches Hochsommerwetter und ausgerechnet zwei Stunden vor dem Festbankett riß ein schweres Gewitter den Triumphbogen und alle Fahnenstangen nieder.
Beim Festbankett in der festlich geschmückten Obstmarkthalle konnte der stellvertretende Präsident des Seegau-Linzgau-Verbandes, Bürgermeister Klinger aus Ludwigshafen, die goldene Ehrennadel an Dirigent Ferdinand Feindler, Josef Feindler, August Knecht, Anton Senger, Franz Feindler und Franz Kempter überreichen. Am Sonntag spielte die Stadtkapelle Überlingen zum Frühschoppen auf. Am Nachmittag fand das Festkonzert der Bezirkskapellen statt und Abends spielten die Hegaumusikanten zum Tanz auf. Trotz der schlechten Vorzeichen war die Veranstaltung für den Musikverein ein voller Erfolg.
Dirigent Ferdinand Feindler legte 1969 nach 19-jähriger Tätigkeit den Taktstock aus der Hand. Er war nicht nur musikalischer Leiter, er bildete auch die jungen Musiker an ihren Instrumenten aus. Er wurde zum Ehrendirigent ernannt. Im Protokoll ist hierzu folgendes vermerkt:
Wie aus der Bekanntgabe des Kassenberichts hervorging, hat unser Dirigent Ferdinand Feindler den Betrag der Ihm jährlich zusteht wieder gestiftet. Karl Bumler bedankte sich bei Feindler recht herzlich.
Danach wurde der Verein musikalisch von Wolfgang Schmid und ab 1972 von Karl Schulz geleitet. Karl Bumler mußte aus beruflichen Gründen zwischen 1972 und 1974 sein Amt abgeben. Während dieser Zeit war Günter Maurer 1. Vorstand. Dem Schriftführer sei Dank, gibt es aus dieser Zeit auch ein paar schöne Anekdoten:
Der diesjährige Ausflug des Musikverein Espasingen erfolgte am Samstag, den 26. Juli 1969. Das Ziel war der Wallensee und die Flumser Berge, in der nahen Schweiz. Um 6.00 Uhr morgens ging die Fahrt mit dem Omnibus bei herrlichem Wetter über Konstanz. Hier gab es das erste Gelächter, als bei der Paßkontrolle der »Sonnenwirt« (Adolf Helbling) seinen Paß von seiner Tochter vorzeigte, den er irrtümlich eingesteckt hatte.
Am Pfingstmontag, den 18. Mai 1970 startete der Musikverein zu einer kleinen Wanderung. Um 7.00 Uhr wurde zu Fuß nach Bodman spaziert. Von wo wir mit dem Motorboot zur Marienschlucht fuhren. Bei herrlichem Wetter wurde dann die Schlucht durchlaufen. Der Marsch ging weiter über Langenrain und die herrlichen Wälder des Bodanrücks. Bis in die Nähe des Bodenwalds wo der erste Halt gemacht wurde. Hier gab es heiße Wurst aus der Bratpfanne und reichlich Bier für die durstigen Kehlen. Der Aufenthalt dauerte 3 Stunden. Anschließend wurde der Abstieg ins Tal vorgenommen. Hier gab es manches Gelächter, denn einige mußten auf dem Hintern herunter gleiten, weil es sehr steil für sie geworden ist.
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Ab 1972 wurde Dank Karl Bumler und besonders durch den damaligen Jugendleiter Josef Maurer die Nachwuchsarbeit deutlich intensiviert. Ende 1972 begann man mit der Jugendausbildung. Man schickte sechs Buben und erstmals auch zwei Mädchen zu einem Bläserkurs, der gemeinsam mit dem MV Ludwigshafen in Ludwigshafen durchgeführt wurde. Der Kurs dauerte zwei Jahre und wurde von Herrn Linke aus Konstanz geleitet. Die Espasinger Musikschüler waren sehr fleißig und kameradschftlich. Sie trafen sich oft, bevorzugt bei Frau Kempf im Kirschbühl, wo sie nicht nur Cego, sondern auch Musik spielten. So hatte man bald in privater Initiative das erste Lied, den Böhmerwald, einstudiert. Die Ausbildung wurde am 9. November 1974 mit einem Ausflug nach München abgeschlossen. Das Unterfangen war ein voller Erfolg und die Jugendlichen konnten bei den Aktiven integriert werden. Besonders beeindrucken ist in diesem Zusammenhang die Anmerkung von Dirigent Karl Schulz im Grußwort zur Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum 1976:
Freude und Stolz erfüllen mich heute, nachdem ich vor 4 Jahren die Musikkapelle Espasingen übernahm. Wie es früher bei vielen Dorfkapellen der Fall war, so befand sich auch die Musikkapelle Espasingen auf einem Tiefstand. Als vor ca. 2 Jahren die ersten acht Jungmusiker eine Ausbildung in Ludwigshafen absolvierten, und mit ihrem Können den heutigen Klangkörper schon wesentlich verbessern, legte man den Grundstein für die Zukunft. Möge die junge Saat von inzwischen 28 Jungmusikern, die durch den unermüdlichen Vorstand Karl Bumler und Josef Maurer, Jugendleiter, auf einem guten Boden wächst, auch einmal die erwünschten Früchte tragen, dann darf Espasingen einer guten musikalischen Zukunft entgegensehen.
Ebenso beeindruckend ist, daß von diesen 8 Jugendlichen heute (Stand 2010) immer noch 4 aktiv sind. Dies sind: Joachim Auer, Markus Feindler, Georg und Hubert Kuppel.
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 Jugendkapelle 1976 Motiviert durch diesen Erfolg begann der Verein im Jahr 1974 mit der ersten vereinsinternen Jugendausbildung. Dazu meldeten sich insgesamt 24 (!) Jugendliche. Als Leiter konnte Herr Willi Müller von der Musikschule in Stockach gewonnen werden. Er verstand es in verhältnismäßig kurzer Zeit, diese Kinder zu einer Kapelle zu formen. Nach noch nicht mal ganz vier Monaten stand am 22. Dezember 1974 der ersten Auftritt an.
Der Schriftführer notiert dazu im Protokollbuch:
Ein Tag der in die Geschichte des Musikvereins Espasingen eingehen wird. An diesem Tag waren die jüngsten Musikanten im Gasthaus Adler versammelt und gaben eine Kostprobe ihres mit viel Fleiß erworbenen Könnens. Für die vorgetragenen Stücke konnten die jungen Musiker reichen Beifall ernten.
Und Jugendleiter Josef Maurer bemert in der Festschrift zum 50-jährigen Vereinsjubiläum 1976 folgendes:
Der Musikverein und die gesamte Gemeinde kann stolz auf diese Jugend sein, denn sie werden das musikalische Erbe unserer Väter und Gründer weitertragen.
Die Ausbeute dieser Ausbildung war nicht so erfolgreich wie die erst Erwähnte. Es blieb nur (Stand 2011) Cornelia Feindler davon übrig. Dennoch, der Initiative von Karl Bumler und Josef Maurer, sowie der konsequenten Weiterführung durch ihre Nachfolger, ist es zu verdanken, daß der Musikverein Espasingen nie nennenswerte Nachswuchssorgen hatte.
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Vom 5. bis 7. Juni 1976 feierte der MVE im Rahmen des Bezirksmusikfestes an Pfingsten sein 50-jähriges Bestehen. Dieses Ereignis war der Höhepunkt des Vereins für jenes Jahrzehnt. Die Festvorbereitungen waren mit wochenlanger Arbeit verbunden. So mußte u.a. die Festhalle des Bodensee-Obst-Marktes frisch gestrichen werden. Aber die Mühen haben sich gelohnt, den das Fest wurde ein voller Erfolg.
 Musikverein Espasingen 1976 Am Samstag Abend fand unter Mitwirkung des Musikvereins Espasingen, dem Patenverein Musikverein Ludwigshafen und der Chorgemeinschaft Bodman-Espasingen ein Festbank statt, zu dessen Abschluß die Brass Band Ludwigshafen zum Tanz aufspielte. Nach dem Festgottesdienst spielte am Sonntag der Musikverein Wahlwies zum Frühschoppen auf. Nachmittags folgte der Festumzug, der Gesamtchor und das Festkonzert der Gast- und Bezirkskapellen, bevor Abends der große Tanzabend mit den »Kirnberg Boys« begann. Am Pfingstmontag folgte auf die Totenehrung auf dem Friedhof ein Konzert des Jugendblasorchesters Überligen unter der Leitung von Bundesmusikdirektor Siebold. Nachmittags gab es ein buntes Program mit der Jugendkapelle Espasingen, dem bekannten Reiseleiter der Bundesbahn und Humorist Karl Maurer und dem Radverein Nenzingen. Zum Abschluß des Festes spielten Abends die »Hohenfelser Musikanten« zum Tanz auf.
 Karl Schulz  Hubert Gnädinger Im Rahmen dieser Festlichkeit übernahm der junge Hubert Gnädinger den Dirigentenstab von Kurt Schulz. Damal war noch nicht abzusehen, daß er dieses Amt die nächsten 26 Jahre (!) erfolgreich bekleiden würde. Man wußte auch noch nicht, daß die Wünsche, die Karl Schulz in seinem Grußwort der Festschrift anführte, in Erfüllung gehen sollten.
Möge mein Nachfolger das von mir angestrebte Werk vollenden zum Wohle der Musik liebenden Gemeinde Espasingen. Das wäre mein größter persönlicher Wunsch.
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 Seetal Musikanten beim Grümpeltunier 1978 1977 gründeten sieben junge Espasinger Burschen aus Liebe zur Musik eine Band, die sich wegen der geographische Lage ihres Heimatortes Espasingen »Seetal Musikanten« nannte. Hubert Kuppel spielte das Saxophon bzw. die Klarinette, Georg Kuppel und Uwe Becher die Trompeten, Christian und Thomas Kuppel die Posaunen, Norbert Schulz das Akkordeon und Michael Beck das Schlagzeug. Anfangs waren die Seetaler noch selbständig. Das Probelokal war in der Zielstraße bei »Freitigs« im ersten Obergeschoß der Andreas-Klause (Das alte Bauernhaus der Familie Andreas Kuppel). Die Seetaler wurden jedoch im Laufe der Zeit immer mehr in den Musikverein integriert. Bald verlegte man die Proben ins Gemeindezentrum und letztendlich war man igendwann eine eigene Abteilung des Musikvereins. Dieser Prozeß war schleichend, deshalb gibt es keine genauen Zeitangaben.
 Seetaler 2001 in Reute Die Besetzung änderte sich oft und wuchs stetig auf bis zu 18 Personen an und ähnelt zwischenzeitlich der einer tschechischen. Von den Gründern sind heute (Stand 2010) noch Markus Feindler, Hubert Kuppel und Georg Kuppel mit dabei. Das Repertoire umfaßt sowohl traditionelle als auch moderne Musik, die sehr gut ankommt. Die Seetaler haben im Laufe der Jahre unzählige Auftritte in Espasingen und Umgebung absolviert. Kultstatus erreichten die Auftritte beim Musikerball am Fasnets-Samstig und beim traditionellen Espasinger Herbstfest. Am Musikerball sorgen die Seetaler jedes Jahr unter einem anderen Motto für Spaß, Narretei und musikalische Unterhaltung.
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Die Höhepunkten der 80-er Jahren waren die drei Fahrten nach La Roche sur Foron, der Partnerstadt von Stockach.
Am Freitag, den 18. Juli 1980 startete man mit dem Reisebus zur 1. Fahrt nach La Roche. Anlaß zu diesem Besuch war das dortige Heimatfest. Abends, gleich nach der Ankunft, wurden die Musiker vor dem Rathaus begeisternd empfangen und vom Bürgermeister begrüßt. Die Sprachbarrieren wurden durch die gute Stimmung problemlos und schnell überwunden. Einige Musikanten wurden von La Rochern Bürgern in Unterkunft genommen, die anderen nächtigten mehr oder weniger in einem Landwirtschaftlichen Internat am Ortsrand.
Am Samstag besuchte man bei herrlichem Wetter und einem wolkenlosen Blick auf den Montblanc den Wintersportort Chamonix. Nachmittags gab man verschiedene Platzkonzerte, so vor dem Krankenhaus, dem Altersheim und dem Rathaus. Überall wo die Musiker eine Kostprobe ihres Könnens abgaben, wurden sie von den in der ganzen Innenstadt verteilten Lautsprechern als »Fanfare de la Espasingen« lautstark angekündigt. Abends fand einem Umzug statt. Der Abmarsch verzögerte sich immer mehr, bis klar wurde, dass es sich um einen Fackelumzug handelt. Zur Begleitung unserer Kapelle waren Fackelträger eingesetzt. Aber trotzdem waren die Lichtverhältnisse so schlecht, daß man die Noten auf den Marschgabeln nicht lesen konnte. Dirigent Gnädinger mußte sein geplantes Konzept über den Haufen schmeißen. Die Noten verschwanden in den Uniformtaschen und Gnädinger gab das Kommando für die Narrenmärsche. Die tobende Menschenmenge, die Narrenmärsche, das gleisende Licht der Fackeln und die in jeder Ecke hörbaren Lautsprecheransagen »Fanfare de la Espasingen« ergaben ein eindrucksvolles Spektakel. Dieser Umzug war für die Musikanten ein unvergeßliches Erlebnis. Zumal dieser Abend auch einen historischen Aspekt hatte. Zum ersten Mal in seiner Geschichte spielte der Musikverein auf Anordnung des Dirigenten im Juli die Narrenmärsche.
Am Sonntagmorgen zog man durch die Stadt und gab auf dem Platz de la Republique, der mittels Strohballen stilvoll zu einem Festplatz umgebaut worden war, ein Frühschoppenkonzert. Anschließend trat man wehmütig die Heimreise an, denn man hatte in kurzer Zeit viele neue Freunde gefunden.
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 Karl Bumler  Hans Merk Im Jahr 1984 gab Karl Bumler das Amt des Vorsitzenden ab. Er war 20 Jahre lang 1. Vorstand und insgesamt 24 Jahre in der Vorstandschaft tätig. Ganz besondere Verdienste erwarb er sich in der Jugendarbeit. Zusammen mit Jugendleiter Josef Maurer hat er konsequent die vereinseigene Jugendarbeit aufgebaut. Sein Engagement war maßgeblich ausschlaggebend, dass die alte Schule zum Gemeindezentrum umgebaut wurde. Unter Beifall der Versammlung wurde er zum Ehrenvorstand gewählt. Neuer Vorsitzender wurde Hans Merk.
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Am 1. und 2. März 1986, sowie am 5. und 6. März 1988 fuhr der Musikverein Espasingen wieder nach La Roche sur Foron. Anlaß für diese beiden Besuche war jeweils der Karnevalsumzug. Auch diese beiden Male war der Besuch ein voller Erfolg. Untergebracht wurde man beide male in Orange. Man genoß die Gastfreundschaft unserer französischen Freunde und bewunderte den prächtigen Karnevalsumzug. Von Anfang an hatte es zwischen den La Rochern und den Espasingern gefunkt. Alles in allem waren diese drei Frankreichbesuche etwas ganz besonderes. Der Südkurier berichtete zu unserem letzten Besuch 1988 folgendes:
Anläßlich des Karnevals in La Roche sur Foron hatte die Stockacher Partnerstadt wie jedes Jahr eine Kapelle eingeladen. Die Wahl fiel wie schon vor zwei Jahren auf die Espasinger Musiker. Diese fuhren zusammen mit dem Narrenverein Espasingen nach La Roche. An achter Stelle zogen die Trubedrescher und die Fanfare de la Espasingen - wie die Franzosen sagten - zusammen mit vielen, bunten Festwagen durch ganz La Roche. Sie wurden immer wieder mit stürmischem Applaus belohnt.
Es gab unzählige persönliche Erlebnisse bei unseren 3 La Roche sur Foron Besuchen, die immer wieder gerne nach der Musikprobe erzählt werden. Schade, daß seither kein Besuch mehr zustande kam.
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| 25 Jahre Dirigent Hubert Gnädinger |
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 MVE mit Dirigent Gnädinger 1991 in Erzingen Das Frühjahrskonzert 2001 stand ganz im Zeichen des Dirigentenjubiläums von Hubert Gnädinger. Er gab dem Musikverein in den letzen 25 Jahren viele und nicht nur musikalische Impulse. Von Anfang an trug er als Küchenchef die Hauptverantwortung für unseres Herbstfest. Seiner fachlichen Qualifikation ist es zu verdanken, dass die Espasinger Schlachtplatte bis heute (Stand 2010) weit über Espasingen hinaus bekannt und beliebt ist. Nach der Ära Müller nahm Gnädinger Ende der 70-er Jahre lange Zeit die Fäden der Jugendausbildung in die Hand und bildet bis heute (Stand 2010) unsere Holzbläser aus.
2002 übergab Hubert Gnädinger den Dirigentenstab an den damalige Jugendleiter Jürgen Grabowski.
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Die 1100-Jahrfeier von Espasingen war das größte Fest, daß Espasingen je erlebte. Da war natürlich nicht nur der Musikverein eingespannt. Das ganze Dorf zog an einem Strang. Die Vorbereitungen gingen schon lange vor dem eigentlichen Fest los. Es war ein Festausschuß zu bilden, die Ortschronik mußte erstellt und die historischen Gewänder genäht werden. Das Festbankett, die Photoaustellung und archäologische Austellung im Gemeindezentrum und nicht zuletzt das Straßenfest selbst waren zu organisieren.
Erste große Aufregung herrschte dann im April 2002, als der Südwestfunk nach Espasingen kam, um die Radiosendung »Mörgenläuten« aus Espasingen aufzunehmen. Nachdem die Aufnahmen des Gesangvereins länger dauerten als geplant, wurde noch schnell der Musikverein mit »Gablonzer Perlen«, die Bläsergruppe mit einem Marsch und einem Ländeler und die Seetal Musikanten mit dem »Horseshoe Stomper« und »Yesterday Man« aufgenommen. Die Austrahlung erfolgte am Sonntag, den 12. Mai 2002. Dabei präsentierten sich die Espasinger von ihrer besten Seite. Es war eine gelungene Sendung und eine schöne Werbung für das bevorstehende Fest.
Am Sonntag, den 7. Juli 2002, wurde im Gemeindezentrum eine Austellung mit Reproduktionen alter Bilder von Espasingen und Espasingern, allerlei Gegenstände der ehemaligen Brauerei, archäologischen Funden und alten Karten des Vermessungsamtes eröffnet. Am darauf folgenden Sonntag fand bei herrlichem Wetter das historische Straßenfest statt. Der Musikverein übernahm dabei die Bewirtung des großen Festplatzes vor der Festbühne. Tausende von Besuchern strömten ins Dorf. Fleißig und gut organisiert wurden alle Gäste bestens von den Espasingern bewirtet.
Die Festlichkeiten endeten am 1. und 2. Februar 2003 mit einem Kirchenkonzert des Musikvereins und der Chorgemeinschaft. Das Konzert wurde bereits in der Woche zuvor auf CD aufgenommen. Das viele Proben der Sänger und Musiker hatten sich gelohnt und die Zuhörer waren von den dargebotenen Leistung zutiefst beeindruckt. Dirigent Grabowski hatte seine Feuertaufe mehr als bestanden. So bemerkte z.B. Bürgermeister Rainer Stolz:
Wer dieses Konzert nicht gehört hat, ist es selber Schuld.
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| »Quer Beet ... und selbstgestrickt« |
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Im Jahr 2005 präsentierten die Seetal Musikanten ihre erste CD der Öffentlichkeit. Der Titel »Quer Beet ... und selbstgestrickt« ist dabei sehr authentisch. Das Liedgut umfaßt quer Beet ein breites Spektrum von traditioneller Blasmusik bis hin zu modernem Brass. Unter, für einen Tontechniker unvorstellbaren Bedingungen, wurde die CD selbst gestrickt. Dafür ist die CD von außerordentlicher Qualität und erfreut sich großer Beliebtheit.
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Im Winter 2006/2007 ging die offizielle Internetseite des Musikvereins online. Schnell war die Seite mit Informationen über Verein und Musiker/innen gefüllt. Nicht zuletzt wegen der stetigen Aktualität und des attraktiven Layouts erfreut sich unsere Internetpräsenz seither großer Beliebtheit.
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| Jugendkapelle »MUSIKITOS« |
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 »MUSIKITOS« am 22.02.2009 beim Jugendkonzert in Orsingen Im Jahr 2007 wurde unter der Leitung von Andreas Maurer zusammen mit der Musikkapelle Bodman die Jugendkapelle MUSIKITOS gegründet. Dies stellt einen weiteren Höhepunkt der erfolgreichen Jugendarbeit unseres Vereins dar. Andreas Maurer liegt die Jugendarbeit sehr am Herzen. Er gibt Musikunterricht, leitet das JBO Volkertshausen und ist Gründer und Leiter der MUSIKITOS.
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 Nicht zu schlagen, Team MVE bei Siel ohne Grenzen  Auch hier unschlagbar, Vollgas-Musik-Wettbewerb Anlässlich seines 111-jährigen Bestehens veranstaltete der Musikverein Orsingen das Bezirksmusikfest in einem etwas anderen Rahmen und richtete einen Vollgas-Musik-Wettbewerb für die Kapellen des Bezirks Homburg aus. Am Samstag, den 12. Juli fand der Wettbewerb »Spiel ohne Grenzen« statt. Anfangs hatten die Espasinger etwas Startprobleme. Nachdem jedoch der Bierausschank eröffnet war, kamen sie immer besser in Fahrt und konnten den Wettbewerb für sich entscheiden. Am Sonntag fand dann ein Vollgas-Unterhaltungsmusik-Wettbewerb statt. Der Wertung erfolgte mittels eines Meßgerätes, das den Applaus des Publikums auswertete. Mit einem Mix aus der » Vogelwiese« und » Another one bites the dust« landeten die Espasinger den absoluten Kracher und gewannen auch diesen Wettbewerb. Als Sieger beider Wettbewerbe war man absoluter Gesamtsieger dieses einmaligen Vollgas-Musik-Wettbewerbes.
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| Herbstfest mit Rouchovanka |
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 Gesucht und gefunden !  Bombenstimmung ! Das Espasinger Herbstfest 2008 stand unter einem ganz besonderen Stern. Mit der Blaskapelle Rouchovanka hatte sich hoher Besuch angemeldet. Unter der Leitung ihres Kapellmeisters Stanislav Slatinský brachten sie zusammen mit einigen Mitgliedern der Trachtengruppe aus Rouchovany das Espasinger Gemeindezentrum zum beben. Die Stunden verflogen viel zu schnell. Ruck-Zuck war es Sonntag abend und es hies Abschied nehmen. Dabei kam es zu unglaublichen und unvergesslichen Szenen. Trotz aller sprachlichen Hürden hatte man an diesem Wochenende neue musikalische Freundschaften geschlossen. Dieses Herbstfest war für die Espasinger Musiker/innen und das Publikum ein unvergessliches Erlebnis.
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| Wertungsspiel in Welschingen |
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Beim Wertungsspiel des Blasmusikverbandes Hegau-Bodensee am 17. Mai 2009 in Welschingen erreichte der Musikverein mit 84,5 von 100 möglichen Punkten das Prädikat » mit sehr gutem Erfolg« teilgenommen.
Dies war für die Musiker/innen und und Dirigent Jürgen Grabowski ein schöner Erfolg und ein ausserordentlicher Leistungsnachweis.
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| Konzertreise nach Tschechien |
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Vom 13. bis 17. August stand ein ganz besonderes Highlight an, der Gegenbesuch bei unseren Tschechischen Freunden, der Blaskapelle Rouchovanka. Am Freitag morgen kam man in Telsch (Weltkulturerbe) an und besichtigte das Schloss und die Stadt. Gegen Abend erreichten wir unsere Unterkunft, das Brauereihotel Dalesice, wo man gleich eine Kostbrobe des süffigen Bieres der Brauerei Dalesice zu sich nahm.
 Seetal Musikanten Brauereihotel Dalesice Am Samstag besuchten wir die mährische Hauptstadt Brünn. Gegen Abend gings zurück in die Brauerei, wo die Blaskapelle Rouchovanka und die Seetal Musikanten ein beeindruckendes Doppelkonzert abhielten. Die Stimmung war hervorragend und der Abend wollte kein Ende nehmen.
 Musikverein Espasingen Kirmes in Rouchovany Am Sonntag gings dann zuerst ins Schloss Vranov und anschließend an den Stausee Dalesice. Gegen Abend begeisterte der Musikverein das Publikum der Kirmes in Rouchovany mit einem Platzkonzert. Anschließend konnten wir noch die Blaskapelle Rouchovanka und die Trachtengruppe genießen. Auch dieser Abend verging wieder viel zu schnell und es hieß Abschied nehmen. Der Musikverein nahm sehr schöne Eindrücke und Erinnerungen mit nach Hause. Neue Freundschaften wurden geknüpft und alte vertieft. Die herzliche Gastfreundschaft, die wir an diesem Wochenende erfahren haben, hat alle berührt. Die Worte von Jaroslav (Slavek) Divis von der Blaskapelle Rouchovanka traf das Gefühlte aller auf den Punkt:
Die Freundschaft mit den Blaskapellen aus Espasingen und Bodman ist das Beste, was wir machen konnten«.
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 Musikverein Espasingen beim Pfortzer Lindenblütenfest 2010  Stattlich geführt ging's mit Marschmusik zur Tullawiese Kaum zu glauben, nachdem man zuletzt vor 22 Jahren in Laroche sur Foron musikalisch in der Ferne aktiv war, gings bereits ein Jahr nach unserer Tschechienreise am 19. und 20. Juni 2010 schon wieder auf eine musikalische Fernreise. Ziel war die Harmonie Maximilliansau in der Nähe von Karlsruhe, wo unser langjährige Kollege Axel von Essen eine neue musikalische Heimat gefunden hat.
Am Samstag gegen Abend zogen der Musikverein Espasingen und die Harmonie Maximilliansau gemeinsam mit Marschmusik auf dem Festgelände des Lindenblütenfest ein. Dort begeisterten die Seetal Musikanten mit einem Kurzauftritt das Publikum. Der Musikverein spielte dann am Sonntag zum Frühschoppen auf. Trotz der kühlen Witterung ließ man sich die Stimmung nicht nehmen. Innerhalb kurzer Zeit hatte man auch hier schnell neue Freundschaften geschlossen und auch hier hieß es wieder einmal viel zu schnell Abschied nehmen.
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